Alarmübung für den Löschzug Stadt ? Kellerbrand in der Sternenburgstraße

thumb_AT_vor_dem_Einsatz Zu einer  bis zur Alarmierung geheim gehaltenen Übung wurde  der Löschzug Stadt am Freitagabend des 10.08.2007 in die Sternenburgstraße gerufen. Dort hatten die Initiatoren der Übung einen Kellerbrand in einem 3-geschossigen Mehrfamilienwohnhaus vorbereitet. Dazu wurde der Kellerraum mit einer Nebelmaschine vollständig verraucht und in einem ansonsten leer stehenden Raum wurde ein kleines Feuer mit Festbrennstoffen entzündet. Im Kellergeschoss wurde zusätzlich eine vermisste Person -dargestellt durch eine 80 kg-Übungspuppe- positioniert.



Nach seinem Eintreffen wurde der Fahrzeugführer des zuerst an der EinsatzstelleRauchentwicklung_Keller eintreffenden HLF in die Lage eingewiesen. Er setzte umgehend einen Trupp unter PA mit C-Rohr und Wärmebildkamera zur Menschenrettung ein. Um eine Rauchausbreitung in den Treppenraum zu vermeiden und damit die Fluchtwege frei zu halten wurde im Türrahmen zum Treppenabgang vom Angriffstrupp noch ein mobiler Rauchverschluss in Stellung gebracht, bevor der Trupp in den Keller vorging. Die vermisste Person konnte mit Hilfe der Wärmebildkamera schnell gefunden und gerettet werden, sie wurde nach kurzer Zeit dem (fiktiv) bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. Das Feuer wurde durch einen weiteren Angriffstrupp mit einem C-Rohr schnell gelöscht und anschließend wurden die Kellerräume mittels Überdruckbelüftung rauchfrei gemacht.

Einweisung_AT Während der Menschenrettung und Brandbekämpfung im ersten Abschnitt wurde von der Besatzung des zweiten HLF ein weiterer Zugang in das Haus über eine Steckleiter auf der Gebäuderückseite geschaffen. Von dort aus wurden alle Wohnungen im 1. und 2. OG geöffnet und von einem Angriffstrupp unter PA mit C-Rohr durchsucht. In diesem Abschnitt mussten aber keine weiteren Personen gerettet werden. Während des gesamten Einsatzes stand ein Sicherungstrupp für die eingesetzten PA-Trupps zur Verfügung.

Die DLK wurde bewusst nicht in die Übung integriert um die Straße (Sackgasse) im Übungsbereich nicht zu versperren und für den Verkehr frei zu halten um die Anwohner nur minimal zu belasten.

AT_mit_Waermebildkamera Die Übungsziele wurden von den motiviert mitarbeitenden Einsatzkräften zielstrebig erreicht bzw. abgearbeitet. Auch bei dieser Übung zeigte sich, wie wertvoll die Wärmebildkamera zur Orientierung für den Angriffstrupp in verrauchten Umgebungen ist. Die Wärmebildkamera wird seit 2007 auf dem HLF 16/12 des Löschzugs Stadt mitgeführt und gehört seit dem standardmäßig zur Ausrüstung des Angriffstrupps bei Innenangriffen.

Die von Brandoberinspektor Wolfgang Breuer und Brandinspektor Oliver Dag ausgearbeitete interessante Übung war vor allem für die vorgehenden Angriffstrupps eine Herausforderung, die sie aber konsequent meisterten.

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