Berufsfeuerwehrtag 2013

thumb JF-BFTag2013 003„Guten Morgen Wachabteilung Jugendfeuerwehr.“

Mit diesen Worten startete der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Schwelm am 09. November. Insgesamt elf Jugendliche hatten sich am Samstag bereits um 7 Uhr zum 24-stündigen Dienst auf der Feuerwache eingefunden, um einmal den Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes nachzuempfinden.

Nach einem gemeinsamen Frühstück kamen auch schon die ersten inszenierten Einsätze: Während die Jugendlichen des einen Löschfahrzeugs einen umgestürzten Baum entfernen musste, galt es parallel für die zweite Fahrzeugbesatzung eine Ölspur zu beseitigen. Gleich darauf wurden die Fahrzeughalle der Wache gereinigt - ganz wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr.
 
Der Adrenalinpegel schnellte aber rasch wieder in die Höhe, als erneut ein Löschfahrzeug mit dem Stichwort „unklare Rauchentwicklung“ in die Tobienstraße alarmiert wurde. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus handelte, in welchem sich jedoch noch eine Person im zweiten Obergeschoss befand. Die Priorität der ersteintreffenden Jugendlichen lag hier auf der Rettung der Person aus dem Gebäude, während das nachalarmierte Löschfahrzeug sich um die Brandbekämpfung kümmerte. Zurück auf der Feuerwache angekommen wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und alle haben sich beim Mittagessen gestärkt.
thumb JF-BFTag2013 002Aber auch hier war die Pause nur von kurzer Dauer, denn die automatische Brandmeldeanlage eines Produktionsbetriebes drängte die Nachwuchsfeuerwehrleute zum Ausrücken. Vor Ort stellte sich glücklicherweise heraus, dass lediglich ein technischer Defekt für den Alarm sorgte und so fanden sich alle kurz darauf zum Dienstsport in der Turnhalle wieder.
Wie es der „Zufall“ so wollte, musste das Sportprogramm jedoch unterbrochen werden, denn ein Arbeiter war beim Beladen seines LKWs unter der Laderampe eingeklemmt worden und benötigte die Hilfe der Jugendlichen, während parallel von einer zweiten Mannschaft ein gestürzter Spaziergänger aus dem Wald getragen und medizinisch erstversorgt werden musste.

Am frühen Abend schien dann wieder Ruhe auf der Wache einzukehren. Die Unterbrechung endete dann aber schlagartig nach dem Abendessen. Erneut läutete der Alarmgong und der Fahrzeugverband mit allen Jugendlichen setzte sich in Bewegung, um eine aufgelaufene Brandmeldeanlage anzufahren. Noch vor dem Eintreffen konnte der Einsatz abgebrochen werden, denn der Betreiber meldete telefonisch die Fehlauslösung der Anlage. Während der Rückfahrt zur Feuerwache wurde es dann plötzlich hektisch, denn die Leitstelle bat die Jugendfeuerwehr darum, eine verletzte Person zu retten. Diese befand sich unterhalb einer Brücke in der Prinzenstraße und musste mithilfe der Drehleiter aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Aufgrund der mitterlweile eingetretenen Dunkelheit wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Die nun folgenden Stunden blieben, entgegen der Spekulationen einiger Jugendlicher, frei von weiteren Einsätzen, sodass sich alle von den Anstrengungen des Tages ausruhen und vor der Nachtruhe die bisherigen Geschehnisse Revue passieren lassen konnten.

thumb JF-BFTag2013 016In den frühen Morgenstunden hatte die Nacht dann ein jähes Ende. Auf einem Betriebshof brach nach einer Explosion ein Feuer aus und so schlüpften wieder alle in ihre Einsatzkleidung und fuhren zum Ort des Geschehens. Das Feuer wurde schließlich von mehreren Trupps gelöscht und mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern gesucht. Nachdem auch dieser letzte Einsatz dann erfolgreich beendet wurde, neigten sich ereignisreche 24 Stunden dem Ende zu. Beim Blick in die Gesichter der Jugendfeuerwehrleute war allen zwar ihre Erschöpfung anzusehen, aber auch die große Begeisterung über die vielschichtigen Eindrücke in den Alltag eines Berufsfeuerwehrmanns. Alle Einsätze wurden von den Betreuern der Jugendfeuerwehr nur inszeniert, der Motivation der Teilnehmer tat dies jedoch keinen Abbruch, insbesondere weil die Jugendlichen nicht wussten, wann welcher Einsatz kam.

Auch Wehrführer Matthias Jansen verschaffte sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Jugendfeuerwehr und fand nur lobende Worte für die „Retter von morgen“. Die zukünftigen Lebensretter stimmten ihn zuversichtlich, der Bevölkerung auch in einigen Jahren professionell Hilfe leisten zu können.
Ein großer Dank gilt schließlich noch den lokalen Unternehmen, welche ihre Gelände zur Verfügung stellten, und ebenso den aktiven Feuerwehrkräften, die das Jugendleitungsteam unterstützten.

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